Infos & Tipps

Nützliche Kontakte, Infos und Links

Interessante Links

Deutscher Wetterdienst
http://www.dwd.de/DE/Home/home_node.html

Die Warn-APP NINA gibt nützliche Tipps bei Gefahrenlagen
http://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html

Kreisfeuerwehrverband
http://www.kfv-ludwigsburg.de/

Landesfeuerwehrverband
http://www.fwvbw.de/

Tipps für den Notfall

Verhalten im Brandfall

Wenn Sie selbst plötzlich von einem Brandfall in Ihrer Wohnung oder in Wohn- und Geschäftshäusern betroffen sind, können folgende Verhaltensregeln Ihnen und den Menschen im Umfeld helfen.

  • Bleiben Sie ruhig und versuchen Sie, überlegt zu handeln.
  • Verlassen Sie möglichst den brennenden Raum. Nutzen Sie eventuell ausgeschilderte Fluchtwege oder Notausgangstüren.
  • Türen schließen, aber nicht abschließen! Denn vor der Brandbekämpfung Türen aufzubrechen, kostet Zeit.
  • Rufen Sie über den Notruf 112 die Feuerwehr! Setzen Sie den Notruf auch ab, wenn Sie glauben, den Brand selbst löschen zu können. Denn falls das nicht gelingt, geht wertvolle Zeit verloren.
  • Lösen Sie den Feueralarm aus (falls vorhanden) und verständigen Sie die Menschen im Gebäude.
  • Helfen Sie älteren, kranken oder behinderten Mitbewohnern.
  • Wenn Sie selbst versuchen, den Brand zu löschen: Setzen Sie sich keinen Gefahren aus.
    Das heißt: Keine Räume mit Rauchentwicklung betreten (Vergiftungsgefahr)! Fettbrände niemals mit Wasser löschen.
  • Benutzen Sie im Brandfall auf keinen Fall den Fahrstuhl!
  • Machen Sie sich der anfahrenden Feuerwehr durch deutliche Zeichen bemerkbar. Ihre Informationen unterstützen die Brandbekämpfung.

Der richtige Notruf

Die europaweite Notrufnummer lautet 112! Es meldet sich die jeweils zuständige Rettungsstelle. Folgende Informationen sind für Ihren Ansprechpartner wichtig („Die fünf W“)

  • Wer ruft an? (Name, Adresse)
  • Wo wird Hilfe gebraucht? (Ort, Straße, Hausnummer, Geschoss)
  • Was ist passiert? (Feuer, Unfall, eingeschlossene Personen)
  • Wie viele Verletze gibt es? (durch Rauch, Feuer, anderes)
  • Warten auf Rückfragen!

Umgang mit dem Feuerlöscher

Die wichtigsten Verhaltensregeln:

  • Achten Sie möglichst in jedem Gebäude, unbedingt aber in Ihrem Wohngebäude und an Ihrem Arbeitsplatz auf die Standorte der Feuerlöscher.
  • Entfernen Sie den Feuerlöscher nur im Ernstfall von der Wand oder aus dem Feuerlöscherschrank. Manchmal ist mit der Entnahme des Löschers ein automatischer Feueralarm gekoppelt.
  • Löschen Sie immer mit der Windrichtung, niemals gegen diese. Denn erstens sehen Sie besser und zweitens atmen Sie keinen giftigen Brandrauch und kein Löschpulver ein.
  • Beginnen Sie Ihren Löschangriff stets von vorne unten, vor allem bei Flächenbränden. Wenn Sie den Feuerlöscher mitten in die Brandfläche halten, könnten sich die Flammen seitwärts ausbreiten.
  • Löschen Sie Tropf- oder Fließbrände (z. B. aus Tanks- oder Leitungen) immer von oben nach unten, damit keine brennende Flüssigkeit in die Flammen nachfließt.
  • Wenn mehrere Helfer mit Feuerlöschern vor Ort sind, löschen Sie immer gleichzeitig statt nacheinander. Das ist effektiver.
  • Behalten Sie nach dem Löschen die Brandstelle weiterhin im Auge. Für den Fall, dass es zu Rückzündungen kommt.
  • Unmittelbar nach dem Gebrauch sind Feuerlöscher von Fachpersonal aufzufüllen und zu warten. Das gilt auch, wenn nicht das gesamte Löschmittel verbraucht wurde. Erst dann dürfen die Löscher wieder aufgehängt oder aufgestellt werden.

Rauchwarnmelder

In Baden-Württemberg gilt die Rauchmelderpflicht für private Wohnräume. Die Landesbauordnung gibt vor, welche Räume auszustatten sind. Hier ist die Ausstattung von
Neu- und Umbauten sowie von Bestandsgebäuden mit Rauchmeldern durch die Eigentümer der Immobilien vorgeschrieben.
Weitere Infos unter http://www.rauchmelder-lebensretter.de/rauchmelderpflicht/

Kinder und Feuer

Kinder sind meist vom Feuer fasziniert, kennen aber die Gefahren nicht oder können sie nicht einschätzen. Verbote helfen meist wenig. Wesentlich effektiver sind ein vorbildliches Verhalten der Erwachsenen sowie ein behutsames, dem jeweiligen Alter angemessenes Heranführen an dem Umgang mit Feuer.

Grundsätzlich gilt:

  • Streichhölzer und Feuerzeuge nicht herumliegen lassen
  • Kinder nicht unbeaufsichtigt mit Feuer hantieren lassen
  • Frühzeitig über die Gefahren des Feuers sowie das Verhalten bei Ausbruch eines Brandes aufklären
  • Langsames Heranführen an den Umfang mit offenem Feuer unter Aufsicht

In Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindergärten in Sachsenheim bietet die Freiwillige Feuerwehr eine Brandschutzerziehung an, welche die genannten Regeln vermittelt.

Vorsorglicher Brandschutz in Haushalt und Küche

Laut Statistik geschehen mehr Unfälle im Haushalt als im Straßenverkehr. Besonders in der Küche entstehen immer wieder Brände, die sich meist durch einfache Vorsichtsmaßnahmen verhindern ließen. Nachfolgend einig Sicherheitsregeln:

  • Lassen Sie den eingeschalteten Herd/die Kochplatten niemals unbeaufsichtigt.
  • Achtung bei hoch erhitzten Fetten und Speiseölen, die sich in Pfanne, Topf, Fritteuse oder Fonduetopf selbst entzünden können. Brennendes Fett kann neben gefährlichen Küchenbränden auch schmerzhafte Verbrennungen verursachen. Niemals mit Wasser löschen, sondern einem passenden Deckel verschließen, damit kein weiterer Sauerstoff zugeführt werden kann. Den Herd sofort abschalten.
  • Filter von Dunstabzugshauben saugen sich beim Kochen mit fettgesättigten Küchendämpfen voll und sind eine potenzielle Brandgefahr. Deshalb Filtermatten rechtzeitig austauschen und Metallfilter mit fettlösenden, nicht brennbaren Mitteln reinigen. Niemals unter der Dunstabzugshaube Flambieren.

Brandschutzvorsorge in der Advents- und Weihnachtszeit

Unachtsamer Umgang mit Kerzen, besonders im Zusammenhang mit Adventskränzen und Weihnachtsbäumen zählt zu den häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände. Mit wenigen Vorsichtsmaßnahmen können Sie selbst dafür sorgen, dass Ihr Weihnachtsfest nicht zum Weihnachtsfeuer wird:

Kerzen:

  • Kerzen brauchen ein standfeste, nicht brennbare Halterung.
  • Beaufsichtigen Sie brennende Kerzen grundsätzlich.
  • Sorgen Sie für einen sicheren Abstand zu leicht brennbaren Materialien (Vorhänge).
  • Stellen Sie Kerzen nicht an Orte mit starker Zugluft.
  • Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen, bevor sie ganz heruntergebrannt sind.

Weihnachtsbäume:

  • Kaufen Sie den Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest (nicht trocken und leicht entflammbar).
  • Bewahren Sie den Baum bis zu den Festtagen möglichst im Freien auf.
  • Stellen Sie den Baum sicher auf und sichern ihn gegen Umkippen.
  • Befestigen Sie Wachskerzen so am Baum, dass keine Zweige Feuer fangen können.
  • Zünden Sie die Kerzen von oben nach unten an und löschen Sie diese in umgekehrter Reihenfolge.

Vorsorgliche Schutzmaßnahmen:

  • Halten Löschmittel griffbereit (idealerweise Feuerlöscher).
  • Sollte ein Brand nicht beim ersten Versuch gelöscht werden, verlassen sie sofort den Raum, schließen die Tür und wählen die den Notruf 112.
  • Wenn elektrische Kerzen verwenden werden (Haushalte mit Kindern/Senioren), sollten diese der VDE-Norm entsprechen.
  • Bei elektrischen Lichterketten – etwa auf Balkonen und Terrassen – sollten Steckdosen nicht überlastet werden.
  • Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge kindersicher auf. Kinder sollten nur unter Anleitung von Erwachsenen mit Streichholz und Feuerzeug umgehen.

Sicherheit an Silvester

Die jährliche Silvesterknallerei verursacht häufig schlimme Unfälle, die Menschen verletzen und Brände entfachen. Feuerwerkskörper und Raketen sind Sprengstoff. Sie dürfen an Jugendliche unter 18 Jahren nicht abgegeben werden. Die Herstellerhinweise sind unbedingt zu beachten. Mit wenigen Ausnahmen ist eine Verwendung in geschlossenen Räumen verboten. Fenster und Türen sollten während der Knallerei geschlossen bleiben.

Die Freiwillige Feuerwehr empfiehlt, Feuerwerkskörper und Raketen

  • nicht unkontrolliert wegzuwerfen,
  • niemals auf Menschen oder Tiere zu werfen,
  • auf keinen Fall selber herzustellen,
  • so aufzubewahren, dass keine Selbstentzündung möglich ist,
  • nicht in oder auf Häuser zu werfen,
  • nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand einzunehmen,
  • nicht gezündete Feuerwerkskörper niemals nachzuzünden.

Tipps für eine sichere Grillsaison

Nachdem in Deutschland jährlich mehrere Tausend Grillunfälle passieren – teilweise mit schweren Bränden oder Verbrennungen – empfehlen sich folgende Verhaltensweisen beim Grillen:

  • Grillgeräte mit offenem Feuer gehören ins Freie. Überdachungen über der Grillstelle behindern den gefahrlosen Abzug von Rauch und Hitze.
  • In geschlossenen Räumen oder unter überdachte Terrassen- und Balkonflächen sollten ausschließlich Elektrogrills verwendet werden (Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid).
  • Auf öffentlichen Flächen darf nur an ausgewiesenen Plätzen, niemals im Wald oder auf Wiesenflächen gegrillt werden.
  • Der Grill muss sicher auf ebener Fläche mit ausreichendem Abstand von brennbaren Materialien stehen.
  • Die Menge der Grillkohle ist an die Größe des Grills anzupassen. Achten Sie darauf, dass keine Kohlenstücke herausfallen.
  • Grillkohle nur mit zugelassenen, handelsüblichen Grillanzündern angezünden. Spiritus hat beim Grillen nichts zu suchen!
  • Benutzen Sie zum Wenden des Grillgutes nur geeignetes Grillbesteck.
  • Beim Grillen keine Kleidungsstücke mit Kunststofffasern tragen. Sie könnten bei starker Hitzeentwicklung schmelzen schwere Verbrennungen verursachen.
  • Kleinkinder gehören nicht an den Grill! Kinder beaufsichtigen und Sicherheitsabstand einhalten.
  • Ein Feuerlöscher, ein Eimer Wasser sowie Handschuhe sollten stets in Griffnähe sein.
  • Müll oder Essensreste gehören nicht ins Grillfeuer. Kohle unter Aufsicht erkalten lassen und erst völlig erkaltete Kohlen entsorgen.
  • Einmalgrills mit Wasser löschen und abkühlen – auch den Boden unter dem Grill.

Wenn es doch mal brennt:

  • Feuerwehr und ggf. Rettungsdienst und Notarzt über den Notruf 112 rufen und Erste Hilfe leisten.
  • Brennende Kleidung mit Decken, Kleidungsstücken oder durch Wälzen auf dem Boden löschen.
  • Verletzte schnellstmöglich aus dem Gefahrenbereich bringen.
  • Schwelende Kleidung mit Wasser löschen.
  • Kleidung entfernen, jedoch auf der Haut anklebende Kleidungsstücke belassen.
  • Sofort und anhaltend Kühlen mit Wasser (12° – 18° C) bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Erhöhte Waldbrandgefahr in heißen und trockenen Sommern

Vor allem in den Sommermonaten steigt mit anhaltender Hitze und Trockenheit die Gefahr von Waldbränden. Schon kleine Ursachen können Flächenbrände entfachen.
Deshalb sind folgende Regeln im Wald einzuhalten:

  • Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot.
  • Nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen an Grillplätzen ist Feuer machen gestattet. Je nach aktueller Waldbrandgefahr können die lokalen Forstämter auch dort das Feuermachen untersagen.
  • Grillen im Wald ist auch auf mitgebrachten Grillgeräten verboten.
  • Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein.
  • Bei starker Trockenheit sollte auch auf Wiesen auf offenes Feuer verzichtet werden.
  • Auch an erlaubten Stellen muss das Feuer immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen vollkommen gelöscht werden.
  • Herumliegende Flaschen und Scherben können durch den Brennglaseffekt schnell zur Brandursache werden. Sie haben im Wald nichts verloren und sind ordnungsgemäß zu entsorgen.

Kommt es doch zu einem Brand oder wird ein unkontrolliertes Feuer im Wald oder auf dem Feld entdeckt, ist es wichtig, schnell die Feuerwehr über die Rufnummer 112 zu alarmieren und dabei möglichst präzise Ortsangaben zu machen.
Weitere Informationen zur Waldbrandgefahr unter http://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html

Verhalten bei Sturmwarnungen und Sturm

Maßnahmen bei Sturmwarnung:

  • Tü­ren, Fens­ter, Dach­fens­ter, Lu­ken schließen und Mar­ki­sen einfahren.
  • Autos Fahrräder, Fahrzeuge in die Garage stellen
  • Leichte, im Frei­en ste­hen­de Ge­gen­stän­de ins Haus holen oder sichern
  • Auf­ent­halt im Frei­en vermeiden

Rich­ti­ges Ver­hal­ten während ei­nes Sturms:

  • Schüt­zen­den Räume auf keinen Fall verlassen (Ge­fahr durch her­ab­fal­len­de Zie­gel, Äste, um­stür­zen­de Bäu­me etc.)
  • Keine Si­che­rungs­ar­bei­ten im Frei­en, nicht ungesichert auf Dächer steigen
  • Bei Autofahrten die Fahrt unterbrechen und einen geschützten Bereich aufsuchen
  • Fahrzeuge nicht unter Bäumen oder an Gefahrenstellen parken
  • Sobald ein Scha­dens­er­eig­nis eintritt, Not­ruf 112 wählen. Te­le­fo­nat kurz und präzise halten, um die Not­ruf­lei­tung nicht lange zu blockieren

Ver­hal­ten nach einem Sturm:

  • Nicht am Bo­den lie­gen­den oder ab­ge­ris­se­nen Strom­lei­tun­gen nähern! Min­dest­ab­stand 10 Me­ter
  • Bei Aus­fall von­ Te­le­fon/​Mo­bil­funk ak­tu­el­le In­for­ma­tio­nen über den Hör­funk be­zie­hen
  • Bei Strom­aus­fall kön­nen In­for­ma­tio­nen über das Au­to­ra­dio ein­ho­len.
  • Haus bzw. Woh­nung auf Sturm­schä­den prüfen. Dabei auf die eigene Sicherheit achten
  • Bei groß­flä­chi­gen Schäden mit ei­nem zeit­lich ver­zö­ger­ten Ein­satz der Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen rechnen
  • Festgestellte Schä­den un­ver­züg­lich der Versicherung melden